Fenster machen 10 bis 15 % der Wärmeverluste aus — vor allem aber Komfort: Schluss mit Kaltluft und Straßenlärm. Zwei Montagearten, drei Materialien, zwei Kennwerte. Die Zusammenfassung.
Komplettausbau oder Renovierungsrahmen? (Schema)
- Renovierungsrahmen (auf gesundem Altrahmen): ein halber Tag pro Fenster, keine Wandreparaturen — aber Glasflächenverlust.
- Komplettausbau: aufwendiger (Laibungs- und Bankreparaturen), dafür maximales Licht und neue Abdichtung nach RAL-Montage (innen dichter als außen). Vorzuziehen bei müdem Rahmen oder laufender Rohbauphase.
Ein Fensterlabel lesen
| Kennwert | Bedeutung | Zielwert |
|---|---|---|
| Uw | Dämmung des Gesamtfensters (niedriger = besser) | GEG-Pflicht ≤ 1,3 W/m²K; BAFA-Förderung ≤ 0,95 (praktisch 3-fach-Glas) |
| g-Wert | Solarer Gewinn (höher = mehr Gratiswärme) | ≥ 0,5 nach Süden |
| Verglasung | 2-fach 4/16/4 Argon; Schallschutzglas zur Straße | je nach Lage |
Kunststoff, Aluminium oder Holz
- Kunststoff: unschlagbar in Dämmung/Preis, perfekt in Weiß — gestalterische Grenzen bei großen Elementen.
- Aluminium (thermisch getrennt): schlanke Profile, große Formate, Farben — eine Stufe darunter bei der Dämmung, eine darüber beim Preis.
- Holz oder Holz-Alu: der Charme und die Pflegepflicht; im Denkmal oft vorgeschrieben — mit Bauamt und Eigentümergemeinschaft klären (äußeres Erscheinungsbild = Zustimmung nötig).
Fenster drin = Haus winddicht — Achtung: Nach DIN 1946-6 braucht der Fenstertausch ein Lüftungskonzept. Danach Dämmung, Trockenbau… bis zu den Böden (der Fahrplan).

