Die bodengleiche Dusche ist der Traum Nr. 1 sanierter Bäder — und die Schadensquelle Nr. 1 bei gepfuschter Abdichtung. Die goldene Regel: Fliesen sind nicht dicht; dicht ist, was darunter liegt (DIN 18534, Klasse W3-I im bodengleichen Duschbereich). Die technische Zusammenfassung.
Der typische Schnitt (Schema)
Die Komponenten, die funktionieren
- Befliesbares Duschboard (XPS-Hartschaum mit werkseitigem Gefälle und integrierter Dichtung): die moderne, sichere, schnelle Lösung — ersetzt den handgezogenen Gefälleestrich.
- Abdichtung: Flüssigfolie (2 gekreuzte Lagen) oder verklebte Dichtbahn — Boden + Wandhochzüge, Ecken und Durchdringungen mit Systembändern und Manschetten.
- Ablauf: flacher Bodenablauf DN 50 (Sperrwasserhöhe ≥ 50 mm prüfen) oder Duschrinne an der Wand; Ablaufleistung ≥ 24-30 L/min für die Regenbrause. Das Gefälle der Leitung dahinter: 1-2 cm/m (Sanitär-Ratgeber).
- Höhe: Flachboard + Fliesen = die Aussparung schon beim Estrich einplanen — der Punkt, der entscheidet, ob die Dusche wirklich ebenerdig wird.
Die 4 Lecks in Wartestellung
- Direkt auf Gipsplatte fliesen (auch grün) ohne Verbundabdichtung: mittelfristig verloren — siehe Platten im Feuchtraum.
- Zu wenig Gefälle (< 1 %): stehendes Wasser, schwarze Fugen.
- Bodenmosaik bei starkem Gefälle: multipliziert die Fugen, verlangt hydrophobierten Fugmörtel.
- Silikon am Duschfuß statt Dichtband: Silikon ist eine Wartungsfuge, keine Abdichtung.

