Die Warmwasser-Fußbodenheizung (Niedertemperatur, ≤ 29 °C Oberfläche) ist der Komfort schlechthin in der Kernsanierung — vorausgesetzt, Aufbau, Überdeckung und vor allem das Belegreifheizen stimmen. Die Regeln aus DIN EN 1264 und DIN 18560, zusammengefasst.
Der Aufbau (Schema)
Die Verlegeregeln
- Dämmung unter den Rohren Pflicht (Noppen- oder Tackerplatte), kompressibler Randdämmstreifen an allen Wänden.
- Verlegeabstand: 10 bis 20 cm (10 cm in Randzonen vor Fenstern).
- Heizkreise ≤ 100-120 m, je Zone einer, am Verteiler mit Durchflussmessern für den hydraulischen Abgleich.
- Druckprobe vor dem Gießen (6 bar, Rohre bleiben beim Gießen unter Druck).
- Überdeckung nach DIN 18560: Zementestrich ≥ 45 mm, Calciumsulfat-Fließestrich ≥ 35 mm über Rohrscheitel; der Fließestrich umschließt blasenfrei.
Das Belegreifheizen: der Schritt, den alle überspringen wollen
Vor JEDEM Belag: Aufheizprotokoll fahren — frühestens 21 Tage nach Zementguss (7 Tage Anhydrit), täglich +5 °C bis Solltemperatur, 3 Tage halten, kontrolliert abfahren. Dann für die Verlegung abschalten oder lauwarm stellen. Dieser Zyklus treibt die Restfeuchte aus — die Lebensversicherung Ihres Parketts, zusammen mit der CM-Messung (≤ 1,8 CM-% beheizter Zementestrich, 0,3 % Anhydrit). Das Protokoll unterschreibt der Heizungsbauer — bei der Abnahme zeigt es der Parkettleger gern.
Belagseitig: Mehrschichtparkett ist das Holz für die Fußbodenheizung — Holzarten, Dicken und Widerstände in Parkett und Fußbodenheizung.

