Eine Steckdose zu viel bereut man nie — eine zu wenig entdeckt man am Tag, an dem die Verlängerung quer durchs Wohnzimmer läuft. In Deutschland definieren DIN 18015-2 und die RAL-RG 678 die Ausstattungswerte (Stufe 1 = Minimum, Stufen 2-3 = Komfort). Hier die Orientierung.
Ausstattungswerte je Raum (Stufe 1 → Komfortempfehlung)
| Raum | Steckdosen min. → Komfort | Weitere Anforderungen |
|---|---|---|
| Wohnzimmer (bis 20 m²) | 4 → 8+ | 1 Beleuchtungsauslass + Kommunikationsdose (TV/Netzwerk) |
| Schlafzimmer | 3 → 6 | 1 Auslass + Netzwerkdose empfohlen |
| Küche | 5 über der Arbeitsplatte → 8+ | + Gerätestromkreise; keine Dose über Spüle oder Kochfeld |
| Bad | 1-2 (außerhalb der Schutzbereiche) | siehe Schutzbereiche |
| Flur, WC, Abstellraum | 1 | 1 Beleuchtungsauslass |
| Außenbereich | nach Bedarf | IP44 minimum, über FI 30 mA |
Gerätestromkreise: 1 Gerät = 1 Stromkreis
- Eigene Kreise für Waschmaschine, Spülmaschine, Backofen, Trockner, Kühlgerät — plus der Drehstromkreis für den Herd.
- Warmwassergeräte: eigener Kreis, Durchlauferhitzer nur mit fester Zuleitung.
Montagehöhen und Installationszonen (Schema)
Die deutschen Installationszonen (DIN 18015-3) machen jede Leitung auffindbar: Dosen auf 30 cm, Schalter auf 105 cm, Arbeitsplattendosen auf 115 cm — die Leitungen laufen in genormten waagerechten (15/30 cm über Boden, 15/30 cm unter Decke) und senkrechten Zonen (15 cm neben Kanten). Details in Schlitze und Leerrohre.
Jede Steckdose wird vor dem Schließen der Wände entschieden — zehnmal billiger als danach. Der Zeitpunkt: Phase 2, die Installationen.

