Der alte knarrende, wellige Dielenboden zwingt nicht zum Herausreißen: Eine gut vorbereitete faserarmierte Ausgleichsmasse macht daraus einen neuen Untergrund für schwimmendes oder verklebtes Parkett. Vorausgesetzt, man fixiert zuerst, was sich bewegt.
Schritt 1: fixieren, was sich bewegt
- Jede knarrende Diele = in den Balken verschraubt (Senkkopf-Holzschrauben, nie Nägel, die wieder herauswandern).
- Morsche oder tief ausgetretene Dielen: identisch ersetzen (Spachtel repariert keine tote Diele).
- Wachs/Versiegelung: grob anschleifen (Korn 40), das Holz öffnen — die Grundierung muss greifen.
Der Aufbau (Schema)
Die Regeln der Masse auf Holz
- Immer faserarmiert, mit der Holz-Spezialgrundierung derselben Systemreihe (nie die Betongrundierung).
- Dicke: mindestens 3 mm überall — darunter bricht sie beim kleinsten Federn.
- Auf federndem Boden: Entkopplungsmatte oder Gewebe in die erste Lage einbetten, je nach Datenblatt.
- Breite Dielenfugen: überbrücken (Band), sonst zeichnen sie sich durch.
- Trocknung: 24-72 h vor schwimmendem Boden; 1 Woche vor Verklebung. Vorher die HOLZ-Feuchte prüfen: < 12 % (feuchter Boden unter Spachtel = Fäulnis).
Danach schwimmend oder verklebt?
Auf ausgeglichenem Holzuntergrund ist schwimmend auf Unterlage die sichere Wahl (nimmt Rest-Mikrobewegungen auf); Verkleben verlangt einen absolut steifen Untergrund. Der Vergleich: verklebt, schwimmend oder genagelt. Ist der Boden wirklich zu müde: Trockenestrich — siehe Estrich oder Ausgleichsmasse.

