Eine Terrasse, die sich nach 5 Jahren verzieht oder fault, ist fast immer eine gepfuschte Unterkonstruktion, nicht schlechte Dielen. Die deutschen Fachregeln des Holzbaus (u. a. Fachregel 02 «Balkone und Terrassen») setzen den Rahmen — hier zusammengefasst.
Die Unterkonstruktion (Schema)
Die Konstruktionsregeln
- Achsmaß der Unterkonstruktion: 40 bis 50 cm (40 bei 21-mm-Dielen, enger bei 19-mm-Tropenholz).
- Doppelte Traghölzer an jedem Dielenstoß; Unterkonstruktion in Gebrauchsklasse 4 (oder Aluminium).
- Verstellbare Stelzlager alle 40-70 cm; auf Bodenplatte: Trennlage gegen aufsteigende Feuchte.
- 1-2 % Gefälle in Dielenrichtung und freie Randbelüftung: Eine hermetisch geschlossene Terrasse fault von unten.
Dielen und Befestigung
- Holz: Kiefer KDI Klasse 4 (Budget), Lärche/Douglasie (heimische Klassiker), Tropenhölzer und Thermoholz (maximale Stabilität). WPC: splitterfrei, Ausdehnung strikt beachten.
- Edelstahlschrauben A2 (A4 in Meeresnähe), 2 je Auflager, Harthölzer vorbohren — verzinkter Stahl weint nach einem Winter schwarze Tränen.
- Dielenabstand 4-7 mm; Stöße versetzt.
- Oberfläche: 1-2 × jährlich Terrassenöl für die Farbe, oder natürlich vergrauen lassen — Optik, keine Statik.
Drinnen gilt derselbe Geist «erst die Konstruktion» fürs Holz: Untergrund, Dehnfugen, Befestigung — siehe die Verlegearten des Parketts.

