Die geklebte Verbundplatte ist der schnellste Weg, eine gerade, gesunde Innenwand zu dämmen: ein Sandwichpaneel (Dämmung + Gipsplatte), mit Ansetzbinder angesetzt, ohne Ständerwerk. Ein Raum an einem Tag. Aber die Technik hat strenge Bedingungen.
Die Einsatzbedingungen
- Wand eben (Abweichungen < 15 mm, von der Batzendicke geschluckt), trocken und tragfähig (sandender Putz = verboten ohne Tiefgrund).
- Übliche Maximalhöhe: 3,50 m aus einem Paneel.
- Verboten auf: Wänden mit aufsteigender Feuchte, Salpeter, abblätternder Farbe, Alttapeten.
Das Ansetzen mit Batzen (Schema)
Die Methode in 5 Griffen
- Ansetzbinder-Batzen (z. B. Perlfix) auf die Plattenrückseite, etwa alle 30 cm in beide Richtungen (rund zwanzig pro Paneel).
- Paneel auf 10-mm-Klötze stellen, andrücken, dann mit der Richtlatte einklopfen bis Flucht und Lot stimmen.
- Lot an jedem Paneel UND Flucht zwischen den Paneelen prüfen — die ersten 10 Minuten erlauben jede Korrektur.
- 48 h Trocknung vor dem Verspachteln.
- Schwere Lasten halten in der Verbundplatte nicht ohne Traverse — siehe schwere Lasten an Gipswänden.
EPS oder PUR?
- Graphit-EPS (grau): der Standard, λ 0,031, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis — 12,5+120 mm erreicht die GEG-Werte.
- Polyurethan (PUR): λ 0,022, das Dünnste bei gleicher Leistung — wertvoll, wenn jeder Zentimeter zählt, teurer.
- Diffusionsoffene oder unebene Altbauwand: besser die Vorsatzschale mit Wolle.

