Zwischen der lochübersäten Altwand und der Gipsplatten-Beplankung gibt es den wirtschaftlichen Mittelweg: Spachtelmasse. Zwei Produkte, zwei Handgriffe — füllen, dann glätten — und die Wand ist dreißig Jahre jünger.
Diagnose: spachteln oder beplanken?
- Spachteln: Löcher, feine Risse, alte Spuren, Unebenheiten < 5 mm — die Wand ist gesund und tragfähig.
- Beplanken mit Dämmung: feuchte, stark verformte, sandende Wand oder Dämmbedarf.
- Wiederkehrender oder durchgehender Riss: erst die Ursache (Statik) klären — siehe auch die WEG-Regeln.
Die zwei Spachtel und ihre Rollen
| Produkt | Dicke | Einsatz |
|---|---|---|
| Füllspachtel (Pulver) | bis 20-50 mm in mehreren Lagen | Löcher, Schlitze, Ausbrüche — füllt ohne Schwinden |
| Flächen-/Finishspachtel | 0 bis 3 mm | Der finale Schleier, der die ganze Wand vereinheitlicht |
Der Ratsch-Handgriff (Schema)
Die Methode
- Vorbereiten: abwaschen (entfetten), Loses abstoßen, Tiefgrund auf saugenden oder sandenden Untergründen — ohne ihn «verbrennt» der Spachtel und blättert.
- Füllen, trocknen lassen, bündig abstoßen. Risse: V-förmig öffnen, anfeuchten, füllen, Gewebeband über wiederkehrende tote Risse.
- Den Flächenspachtel in 2 dünnen gekreuzten Lagen ratschen statt einer dicken.
- Schleifen Korn 120-150, entstauben, dann Grundierung und Farbe — weiter in Streichen nach dem Spachteln.

