Elektrik unter Putz heißt Wände schlitzen — und eine Wand verdient Respekt: genormte Zonen, begrenzte Tiefen, sauberes Verschließen. In Deutschland regeln die Installationszonen der DIN 18015-3, wo Leitungen laufen dürfen — damit jeder bohren kann, ohne einen Schlag zu riskieren.
Die Installationszonen (Schema)
Die Regeln in Zahlen
- Schlitztiefen im Mauerwerk (DIN EN 1996/NA): senkrechte Schlitze in 11,5-cm-Wänden max. ~10 mm tief ohne Nachweis, in 17,5 cm ~30 mm; waagerechte Schlitze sind in dünnen tragenden Wänden tabu. Bei Stahlbeton: nicht ohne Statiker schlitzen — besser über Boden und Decke führen.
- Leerrohre: M16 (2 Adern 1,5 mm²), M20 (3×2,5), M25 (Herdleitung). Füllgrad max. ein Drittel.
- Im Trockenbau laufen die Rohre in der Wand durch die Ständeröffnungen — null Schlitze. Eines der großen Argumente für die Ständerbauweise.
- Verschließen: Gips oder geeigneter Mörtel, nie Feinspachtel allein in der Tiefe.
- Luftdichte Hohlwanddosen in gedämmten Wänden (Dampfbremsen-Kontinuität) — siehe Innendämmung.
Im Boden
Leitungen quer durch den Raum laufen in der Randzone oder in einer Ausgleichsschicht unter dem Estrich — nie quer durch eine künftige Fußbodenheizung. Vor dem Gießen fixieren: siehe Estrich oder Ausgleichsmasse.

